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           Anmerkungen und Kommentar zu einigen Details der Audio -Leistungsverstärker-Technik

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Die angesprochenen Fragen :
Das Boucherot-Glied: Aufgabe und Wirkung

Hier zunächst mal das Standard - Schema einer Audio Endstufe.





Am Ausgang sehen wir R21 und C9 gegen GND und
eine Parallelkombination L1 (mit Rcu R19) mit R17.

Was ist der Zweck dieser Elemente?

Paar Fundstellen im Internet beleuchtet.
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Zobelglied  - in der High End Praxis wieder so eine Sache zur Gewinnmaximierung
elektroniktutor.de     "Die Boucherotschaltung zur Verbesserung der Klangeigenschaft einer Lautsprecherleitung"

http://www.jobst-audio.de/tools-frequenzweiche/zobel-glied
audio-tuning-pithan.de

Boucherotglied  mit Zobel gleichgestellt ....

Betr Impedanzstabilisierung vor der Schutzdrossel habe ich keine Frage ,
Aber ob parallel zum Lautsprecher überhaupt eine Wirkung auftreten kann ist wegen des geringen Innenwiderstands (Ri) des Amps
überhaupt fraglich . Sämtliche Resonanzströme werden über den sehr viel niedrigeren Innenwiderstand der Endstufe abgeleitet.
Die Impedanzstabilisierung sieht nur so aus, wenn man die Lautsprecher + Weiche separat betrachet.
Das ist aber in der Praxis nicht der Fall.

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Was kann man mit technischer Sicherheit sagen?

1. Der Verstärker hat eine bestimmte Phasendrehung bei Ohmischer Last.
2. Bei kapazitiver Last wird die Phasendrehung größer und kann die Endstufe instabil werden.
    Man sieht das als Überschwinger nach den Flanken  an den z.B. 10kHz Rechteck Oszillogrammen.
3. Durch eine kleine Drossel im Ausgangstromkreis werden kapazitive Lasten , die einen höheren Strom
    bei hohen Frequenzen bewirken würden - kompensiert, d.h. die Endstufe bleibt stabil.
    Bei einem Rechteck z.B. 10kHz nimmt man überschlägig  für die Flanke die 10fache Frequenz an

4. Der Wert einer Drossel mit 5uH ergibt bei100kHz eine Impedanz von 3,14Ohm, somit können angeschlossene
    parallele Kapazitäten sich nicht mehr phasendrehend auswirken.

5. Das R C Serielle Glied gegen GND  mit 10 Ohm und 0,1uF  hat eine Grenzfrequenz von 159kHz,
    ab dieser Frequenz wird die Last rein Ohmisch  durch R21.

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Meine Meinung
Diese Schaltelemente dienen einzig und alleine der Stabilisierung der Verstärkerschaltung .

Die postulierte Verbesserung der Klangeigenschaft der Lautsprecherleitung ist High end Bullshit,
denn wie beschrieben, wirken diese Komponenten bei Frequenzen, bei denen auch der
noch so "ultraschallhörende High Ender" nicht mehr mit Sicherheit sagen kann - ist das noch ein Ton oder schon mein Tinnitus?

Nochmal das Bild der Ausgangskomponenten  und den Simulationsplot dazu




Im nebenstehenden Plot sind die Ströme von R21 und L1
grafisch über die Frequenz dargestellt
Grün = Strom durch R21  gestrichelt die Stromphase -> 0grd
rot =Strom durch L1 , gestrichelt  die Stromphase -> 90grd